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Sitzeinbau und Haltung:
Den Anfänger im Kart erkennt man vorrangig an dessen Körperhaltung: Er sitzt meist vornüber gebeugt, “legt” sich in die Kurve wie beim Motorrad fahren und “rudert” recht heftig mit dem Lenkrad herum. Eine solche Fahrweise entlastet die äußeren Räder auf Kosten der möglichen Querbeschleunigung. Passiert dieses zugleich mit dem Einlenkmoment, so drückt die Gewichtsverlagerung das Kart zusätzlich aus der Kurve. Bei Regen oder glatter Fahrbahn kann ein solches “Sich-aus-der-Kurve-hängen” vielleicht noch einen Vorteil bringen, weil traktionsfördernde Last auf die Außenräder käme. Der abgeklärte Kart-Pilot sitzt aufrecht, nahezu unbeirrt von jeder Querbeschleunigung! Ein wirklich schneller Fahrer wird somit einen eher unauffälligen Fahrstil pflegen, eine spektakuläre Fahrweise mit viel “Quer” ist ihm zuwider. Seine kurzen knappen Lenkmanöver, geprägt von zielsicherer Genauigkeit und wenigen Korrekturen, erlauben ihm, mit einem hohen Drehzahlniveau aus der Kurve auf den nächsten Streckenabschnitt zu gehen. Jeden überflüssigen Drift vermeidet er, kostet er ihn doch Zeit, die nicht in Geschwindigkeit umsetzbar ist! Nur ein solcher konstanter Fahrstil erlaubt einem Fahrer, Änderungen an seinem Kart fachlich zu beurteilen. Natürlich sind das alles Eigenschaften, die einer langen Erfahrung bedürfen. |